FSV Bernau ohne erkennbare Siegesambitionen
Zu mindestens stimmte bei wunderschönen Herbstwetter das Ambiente um die Criewener Kleinfeldanlage mit Schloss, Kirche und Park, jedoch ließen sich die Hussitenstädter davon nicht inspirieren und mussten, was sich gegen Zepernick schon andeutete, die erste Niederlage der Saison hinnehmen und das gegen die bis dato als Abstiegsgefährdeten Ostuckermärker.
Die Hussitenstädter in der Abwehr auf drei Positionen neu besetzt, Rohrmann, Statujev und Schugk für Bahn, Fandrich und Muschol, hätten sicher gut daran getan erst Recht die vierte Position neu zu besetzen. Fazit über neunzig Minuten: der Name Abwehr konnte in diesem Spiel nicht verdient werden. Die Criewener zeigten vom Abpfiff an von Schiri Mathias Hoppe aus dem Nachbarort Schwedt, der in einigen Entscheidungen von beiden Parteien nicht verstanden wurde, keinen Respekt vor dem vermeintlichen Prenzlaujägern und mit einer Lehrvorführung die da heißt: Ecke, Kopfball und Tor brachte Michael Schneider (4.) sein Team frühzeitig in Führung. Selbst die Criewener Anhänger schüttelten den Kopf und meinten, wenn das mal gut geht. Die angereisten Bernauer Schlachtenbummler in der Hoffnung das nun das Spiel durch den Favoriten dirigiert werde, sahen sich getäuscht. Die Gastgeberabwehr drischt die Bälle auf dem kurzen Geläuf nach vorn um so Gefahr in den Bernauer Strafraum zu bringen. Wieder Möglichkeit für Criewen, im Nachfassen kann Dennis Soth (15.) das 2:0 noch verhindern. Erster ernstzunehmende Schuss auf das Gehäuse der Criewener übrigens durch Sebastian Lormis (20.) doch pariert der Criewener Keeper. Nach kollektive Fehlschläge dann im Bernauer Strafraum durch Ronny Kobs (28.) das fast schon durch die Gäste geforderte 2:0. Nun die Hussitenstädter gefordert ein Debakel zu verhindern versuchen nun mit sachlichem Spielaufbau das Zepter in die Hand zu nehmen. Nach Vorarbeit von Tino Repmann kommt Patrick Jonas an den Ball und von halblinker Position mit einem Heber ins lange Eck der 2:1 (32.) Anschlusstreffer. Doch finden die Piesche Schützlinge einfach kein Rezept zu dominieren und die besseren Möglichkeiten die Führung weiter auszubauen haben die Gäste (36. und 42.) doch bringen die den Ball glücklicher weise nicht über die Linie. Zwar hat der Bernauer Anhang mit Beginn der zweiten Hälfte die Hoffnung noch nicht aufgegeben, doch überträgt sich die Ratlosigkeit mit zunehmender Spielzeit vom Platz auf die Zuschauer immer mehr. Es gelingt den Hussitenstädtern einfach nicht die Hausherren zu zwingenden Fehlern zu verleiten um daraus einen Erfolg abzuleiten. Es fehlt einfach das Konzept. Mal wieder eine Möglichkeit durch Sven Rohrmann (52.) mit Kopfball zu harmlos. Dennis Soth rettet mit Kopf und Kragen (57.) den weiteren Ausbau der Führung. Nach Verletzung von Rene Eggers (71.) kommt Christof Blum ins Spiel, der die Hussitenstädter mit dem 2:2 schon vor einer Blamage gegen Zepernick rettete. Ebenso wird der Libero aufgelöst, für Jens Hagedorn kommt Steve Jäger. Sicherlich ist das Bemühen in der Schlussphase zu erkennen, die Hussitenstädter wollen sich nicht geschlagen geben, Tino Repmann (80.) mit Kopfball und Christof Blum (85.) mit den Möglichkeiten zum Ausgleich, doch auch die Platzherren mehrmals mit der Möglichkeit zum 3:1 alles klar zu machen. Untern Strich gesehen hat der FSV Bernau leider versagt im Fernduell gegen Prenzlau dranzubleiben und es fehlte einfach an den absoluten erkennbaren Siegesambitionen. Eine geforderte Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft in den nächsten Spielen, bei den gegebenen Voraussetzungen des FSV Bernau, dürfte sicherlich nicht zu viel verlangt sein.
Torschützen:1:0 Michael Schneider (4.)
2:0 Ronny Kobs (28.)
2:1 Patrick Jonas (32.)
FSV Bernau spielte mit:Dennis Soth, Jens Hagedorn (71. Steve Jäger), Sören Schugk, Sven Rohrmann, Anatolij Statujev, Florian Gerber, Daniel Dornbusch, Tino Repmann, Sebastian Lormis, Patrick Jonas, Rene Eggers (71. Christoph Blum)